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15. 12. 2013, SPL1 Quali
TV Zofingen Frauen - Basel Regio



 

Auf kürzestem Weg zum Ligaerhalt

Der TV Zofingen holt mit dem 29:23-Erfolg gegen Basel Regio das Finalrundenticket

Sport ist grundsätzlich gut für die Gesundheit, Sport sorgt für Emotionen, Sport ist meistens gerecht – und im Sport liegen manchmal nur Kleinigkeiten zwischen Erfolg und Misserfolg. «Eine Viertelstunde entscheidet, ob du eine gute oder eine nicht so gute Saison hast», war sich TVZ-Trainer Samir Sarac nach der letzten Qualifikationspartie seines Teams gegen den direkten Finalrunden-Konkurrenten Basel Regio bewusst.

Besagte Viertelstunde zogen die Zofingerinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit ein. Zuerst schaffte die Equipe um die überragende Topskorerin Soka Smitran in den ersten zwei Minuten nach dem Seitenwechsel den Ausgleich, um danach von 17:17 (39. Minute) auf 23:17 (46.) davonzuziehen. «Die Deckung war nach der Pause offensiver und aggressiver», erklärte Samir Sarac, «das hat den Baslerinnen deutlich mehr Mühe gemacht.»

Und genau diese Defensivleistung inklusive Torhüterin Rahel Frey benötigten die Einheimischen in den letzten Minuten auch noch einmal, um die Gäste trotz Schwächephase im Angriff auf Distanz halten zu können. Ausserdem war dem TVZ in diesen Momenten auch eine ehemalige Mitspielerin eine unfreiwillige Hilfe. Sarah Baumgartner zog einen schwarzen Nachmittag ein und brachte nur zwei ihrer vierzehn Abschlüsse im Tor unter. Bereits der Start in die Begegnung war dem Gast nicht sonderlich gut gelungen. Viele technische Fehler nutzten die Zofingerinnen immer wieder aus, um zu besten Möglichkeiten zu kommen.

Hätte Basel-Goalie Nadine Steinemann nicht mehrere Hundertprozentige zunichtegemacht, der TVZ hätte sich schon früh vom Gegner lösen können. So aber dauerte es beinahe 20 Minuten, bis sich der Gastgeber ein 11:7-Polster erspielt hatte. Statt für Ruhe sorgte der Vorsprung bei den Einheimischen in der Folge für eine gewisse Lethargie. Basel Regio liess sich nicht zweimal bitten und legte einen Zacken zu. Schnell lagen die Zofingerinnen nicht nur nicht mehr vorne, sondern sahen sich sogar einem Rückstand gegenüber. Glücklicherweise kam die Pausensirene – und damit die Chance, sich wieder zu sammeln – genau zum richtigen Zeitpunkt . «Nach der Pause hat man gemerkt, dass wir den Sieg unbedingt wollten», sagte Samir Sarac, «wir wollten den kürzesten Weg zum Ligaerhalt nehmen, damit wir in der zweiten Saisonhälfte ohne Druck aufspielen können.» Das wiederum bedeute aber nicht, dass man sich mit dem Erreichten nun bereits zufriedengebe: «Ich fordere von meinem Team auch in der Finalrunde volles Engagement. Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und dann schauen, was dabei herauskommt.»

Ein weiteres Highlight könnte für die Thutstädterinnen der Schweizer-Cup-Bewerb werden. Bei der Auslosung der Viertelfinalpartien meinte es die Glücksfee gut mit dem TVZ. Mit einem Heimsieg gegen den Erstligisten Malters könnte man das Ticket für das Final Four in der Stadthalle Sursee (3./4. Mai) lösen. «Selbstverständlich wollen wir das unbedingt schaffen», sagt Samir Sarac.

Zofingen - Basel Regio 29:23 (13:15)

BZZ. – 100 Zuschauer. SR: Meier/Hennig.

Torfolge: 1:0, 4:2, 4:5, 7:7, 12:8, 13:11, 13:15; 15:15, 15:16, 17:16, 17:17, 23:17, 25:19, 25:21, 27:22, 29:23. –

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Zofingen, 1-mal 2 Minuten gegen Basel Regio.

Zofingen: Frey, Ort (für 1 Penalty); Smitran (11), Wyder (3), Berger (4), Bachmann (1), Gaberthüel (1), Kaiser (6), Miriam Rosen (1), Stephanie Rosen, Umbricht (2).

Basel Regio: Steinemann; Mezei (7/4), Hochstrasser (4/1), Mathys (6), Bütikofer (2), Baumgartner (2), Estermann (1), Schneiter (1), Anja Scherb, Redli, Melanie Scherb.

Bemerkungen: Zofingen ohne Van Polanen und Rudolf (beide verletzt), setzt Laura Roth, Sandra Roth und Alves nicht ein. Basel ohne Lorenz, setzt Zamorano und Hofer nicht ein. 17. Frey hält Penalty von Hochstrasser (8:7). 47. Kaiser vergibt Penalty (23:18).



     
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